Wunschzettel im Wandel
Wandel der Wunschzettel
Der Seppie schreibt im Jahr 1947 folgenden Wunschzettel:
Liebes Christkind,
bitte hilf meiner Mama, dass ihr Husten endlich besser wird, und ich hätte so gerne ein ganzes Sackerl voller Schusser, weil man mit denen auch im Winter in der Stub´n soviel spielen kann. Und wenn ich mir no was wünschen derf, dann möchte i ganz gern amoi zum Onkel Max nach Holzkirchen fahrn, weil der do a Metzgamoasta is und i so vui Würscht essen derf, wia i dazwing. Und zum Schluß hob i no oan Wunsch - sogt d´Mama - es waar schee, wennst du uns helfen kannst, dass der Babba endlich aus der russischen Kriegsgefangenschaft hoam kemma derf.
Vielen Dank liebes Christkind
Wunschzettel von 2000:
Hi, Christkindl!
Host überhaupts no ebbs gescheits do, oder bin i z´spat mit´n Fax scho dro? An tollen Cumputer möchte i b´stelln und s´Internet derf aa net fehln, dass i surfen ko wohin i mog, in der Früah, bei der Nacht und den ganzen Tog! Mit oam vom Aldi brauchst net kemma, den konnst köchstens für d´Hause nehma. A Handy koost ma aa no bringa, aber des muaß fünf verschiedne Töne singa, a Mailbox brauch´ i obendrei, i muaß ja allawei erreichbar sein. Wennst mi boid belieferst, waar net schlecht, a Woch vorm Fest, des waar ganz recht, weil i am Heilg´n Abend scho flieag, nachdem i sonst koan Plotz mehr kriag, im Düsenjet mit Überschall, der bringt mi zum Silvesterball.
Tschüs und Ciao, Dein Kare Huaber, bring fei pünktlich alles zuawa!